Youngtimer-Kultur: Aufkleber

Sah für nicht-Eingeweihte immer aus wie ein überfahrenes Fabelwesen: Sylt-Aufkleber

In den späten 70er und frühen 80er Jahren galten Autoaufkleber als das ganz entschieden höchste Kulturgut in manchen Reihenhaussiedlungen.

Absolute Pflicht: ICH BIN ENERGIESPARER und natürlich EIN HERZ FÜR KINDER – gerne auch garniert mit dem grauenhaften Song von Andrea Jürgens mit der herzlosen Klang-Qualität von WDR4 durch eine Mono-Box… Alternativ: Aufkleber von Wanderregionen in den Alpen und später dann obligatorisch: Sylt. Was für Zeiten…

Leute wie wir mussten die Dinger dann in den 90er Jahren wieder irgendwie entfernen – und das war unglaublich nervig – bis uns mal jemand zeigte, wie man das mit einem Haarfön macht – woraufhin sicher Aufkleber zwar einigermaßen von selbst löste – im Anschluss jedoch trennte sich der darunter liegende Lack nach 22jähriger Ehe vom Lack und wir mussten einen Aufkleber (In dem Falle „Let’s go West“) an der Stelle drapieren, um den fehlenden Lack zu kompensieren…

Aber in dem Thema steckt schon eine Menge gewollter und ungewollter Kfz-Historie drin, die oft noch über Jahre an unseren Youngtimern zu finden ist.

Heute ist die Welt irgendwie geiler – da kannst Du dir Aufkleber einfach individuell gestalten – und das ist nicht einmal teuer. Ob jetzt Text oder Bild – da gibt es mittlerweile keine Beschränkungen mehr – und das auch zu vernünftigen Preisen.

Wir hatten auch schon den einen oder anderen  – und vergangenes Jahr im September wurden wir dann damit überrascht, dass es die auch in der freien Wildbahn gibt! Da mussten wir schon eine kleine Träne zerdrücken….

yeah… 🙂

Tatsächlich häufen sich in letzter Zeit die Anfragen, ob es Youngtimer-Blog.de Aufkleber gibt. Nein – bis auf die wenigen im privaten Bereich verwendeten, auf die wir kürzlich grad wieder im Parkhaus angesprochen wurden, gibt es keine.

Aber tatsächlich fragen wir uns jetzt, da wir in der Nähe unseres achten Dienstjubiläums sind, ob wir nicht tatsächlich mal ein Logo bräuchten – dann gäbe so ein Autoaufkleber ja Plötzlich richtig Sinn… Das einzige eher textbasierte Logo, das wir von 2011- 2012 hatten, erscheint uns heute zu altbacken und zeigte auch nicht klar genug, dass es um Autos geht

Na – wer hat designerische Fähigkeiten in diesem Bereich? Oder wäre das mal ein Thema für einen Wettbewerb….? Ja – wir haben eine Vision 🙂
Aber lasst uns erst mal den aktuellen Bilderwettbewerb rum bringen – und dann schauen wir uns das Thema mal näher an.



8 Gedanken zu „Youngtimer-Kultur: Aufkleber

  1. Aufkleber sind doch Kult und bei dosierter Benutzung einfach schön.
    Ich habe drauf: Die Opel Nixe, den Opel Roadrunner Aufkleber, (Fahrerseite Beifahrerseite hinten) Vorne habe ich den Lichttest 1986 und Umweltzone Nein Danke. Das Heck hat den Klassiker Opel der Zuverlässige (ich darf das ist ja kein PSA opel ,hehe) Das reicht dann aber auch.

  2. Herrlich! Der Lichttest-Aufkleber prangte auch an meinem ersten Auto. (76er Golf). Das genaue Jahr weiß ich aber nicht mehr.

    Und nicht zu vergessen: ‚ARAG VERSICHERUNG‘ und den Kleber ‚Einfahrvorschriften beachten etc‘ hatte meine Oma, von der ich das Auto erbte auch nicht entfernt.

    Gefühlt klebte auch auf allen Autos in den 80ern mehr auf der Frontscheibe als am Heck, oder?

  3. …und Lichttest ’89, sowie Historisches Kulturgut (blau mit Naturschutz-Eule). Ansonsten halte ich es wie Helge Thomsen: Plastic Cars For Plastic People. Ausserdem: Nimm dir Zeit und nicht das Leben! (Gasolin).
    Alles was man braucht, ist ein Kombi mit langer hinterer Seitenscheibe, die schreit geradezu nach Aufklebern.

  4. Die besten Aufkleber hatte mein Ford Sierra. „Der Herr ist mein Hirte“ und ein paar weitere Bibelsprüche klebten am Kofferraum. Und ganz dick über die gesamte Heckscheibe: JESUS CHRISTUS KOMMT WIEDER… BIST DU BEREIT?
    Den Jesus-Scheibensticker hab ich dran gelassen. Einfach zu köstlich!

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