It’s the time of the season….

Das Winterauto ist in manchen Regionen gar nicht bekannt – wer in Köln oder Hamburg aufwächst, mag sich fragen, was das soll… Wer in schneereichen, liebevoll gestreuten Regionen groß wird, für den ist ein Winterauto so etwas wie der Wechsel auf die dicken Schuhe und die Daunen-Jacke, irgendwann im November oder so, wenn es ungemütlich wird.

Hier schlummert ein „Sommerauto“ – eines unserer Lieblingsbilder aller Wettbewerbe

Vielleicht wurde für diese Regionen auch endlich das H-Kennzeichen als Saisonkennzeichen entwickelt, das seit ein paar Tagen offiziell verfügbar ist – yeah.

In den 80er Jahren gab es so etwas noch nicht – da wurde umgemeldet. Mein Vater fuhr damals gerne heckgetriebene Autos, die die Neigung hatten, auf verschneiten Steigungen zu versagen (Ja, auch mit Wackersteinen und Grab-Erde im Kofferraum…), weshalb wir einen Subaru im Keller hatten. Und das ist wörtlich gemeint: Der Subaru verbrachte das Sommer-Halbjahr im Kohlenkeller… In den Kohlenkeller führte eine Rutsche, die nicht mehr genutzt wurde, weil wir längst eine Zentralheizung hatten – und über diese glitschige Rutsche wurde der Subaru so um den 15. Oktober herum raus gefahren. Schon daran wären unsere Mercedes und später BMW gescheitert…. Das war wirklich ziemlich beeindruckend und selbst für Kinder ohne Physik-Kenntnisse ein irgendwie magischer Prozess.

Subaru 1800

Frühe Subarus waren optisch nicht jedermanns Sache – aber Einheitsbrei waren sie auch nicht. Und – im Gegensatz zu unseren großen Sommerwagen – brachten sie dich überall hin (Quelle: Subaru Presse)

Und er kündigte den Winter an. Unser Nachbar von Gegenüber fuhr seinen Rekord E in den Schuppen und entnahm diesem einen Passat Kombi, Baujahr 75 oder 76; der Oberstudienrat zwei Häuser weiter tauschte seinen 244 GLT gegen einen Renault 16, der dekadenter Weise das ganze Jahr über angemeldet war und nur im Winter gefahren wurde…. Solche Späße leisteten wir uns nicht – wir meldeten um.

Bei Youngtimer-Fahrern sehen wir das heute noch oft. Da wird geschont und Rost vermieden, wenn möglich – das hat auch was mit Liebe zu tun. Als wir Youngtimer und Frühling als Bilderwettbewerb hatten, erreichten uns dazu viele Zuschriften.

Subaru Forester

Auch schon 20 Jahre auf dem Markt – und nicht nur ein Trendsetter, sondern auch das perfekte Winterauto – schon, weil der noch so schon grob klingt

Heute ist dieses Thema in der breiten Bevölkerung auch in unserer Region und den German Midlands irgendwie zurück gegangen. Bei Youngtimer-Fahrern ist das auch in weniger schneereichen Gegenden immer noch oft gelebte Praxis. Oft sehen wir da den Wechsel von Groß zu klein innerhalb der Marke – also: R5 staftt R25, Golf statt Audi 100. Wir wechseln unsere Autos auch immer noch zum Winter hin – und tatsächlich: Die meisten von uns wechseln gewohnheitsmäßig zu einem sorgenfreien Subaru – Legacy, Forester, seltener Impreza – ganz gleich, welche Marke das Hauptauto hat.

In unserer Strasse waren meine Eltern die ersten, die sich einen Subaru Forester zulegten, irgendwann in den 90ern und den dann einfach das ganze Jahr über fuhren. Der längst pensionierte Oberstudienrat und unser Volvo-Nachbar fahren heute beide Tiguans – so etwas wie der Golf der schneereichen Regionen (wobei dessen Traktion gar nicht sooo beeindruckend ist – ich hab den einen schon mal mit dem Forester angeschleppt ;->)

Ganz am Rande: hat jetzt außer uns noch jemand den Song der Zombies für den Rest des Tages im Kopf? 😉




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