Wie parkst Du denn?

Eine Beule in einem neuen Auto ist ja mega ärgerlich – eine Beule in einem Youngtimer oder Oldtimer auf eine sehr eigene Weise oftmals noch mehr.

Youengtimer Beule

Beule rausziehen ist nicht jedermanns Hobby…

Du hast den ganzen Winter in der Garage verbracht, die kleinen Chromteile bei eBay ersteigert, all die Lackschichten manuell aufgetragen – und dann das. Jetzt musst Du kein schräger Hipster sein, um dir zu sagen, dass die Vermeidung von Beulen noch besser ist, als diese später wieder herausziehen zu müssen.

Vielleicht erreichen uns deshalb immer mal wieder Mails zum Thema Hightech – in dem Falle zum Thema PDC, vulgo Einparkhilfe (BMW waren die ersten, die PDC als Marketingbegriff für die Einparkhilfe geprägt haben – das hat sich irgendwie durchgesetzt).

Tatsächlich gibt es mittlerweile durchaus einige Anbieter für Nachrüst-Einparkhilfen – und das fängt schon bei lächerlichen Beträgen von 25€ an. Na – wer erinnert sich an Zeiten, als da mal vierstellige Summen aufgerufen wurden beim Kauf eines E32 oder W210….? 😉

Sind die billigen auch automatisch schlechter? Wir haben jetzt tatsächlich mal einige probiert und müssen sagen: Die funktionieren mittlerweile tatsächlich ziemlich gut. Das schwierigere an den billigeren Modellen ist normalerweise eher der Einbau. Wer viel Kabel verlegen mag, der kann ein bisserl was sparen – die guten kommen mittlerweile schnurlos daher. Einige benötigen Strom aus dem Zigarettenanzünder. Für all jene, die dort schon Handy oder Navi laden, wird das dann eng.

Wer spontan sagt: Ist doch cool, dann kann ich das von Auto zu Auto mitnehmen, dem sei gesagt: Ganz so simpel ist es dann auch wieder nicht. Für viele muss gebohrt werden, um die Sensoren an einer sinnvollen Stelle in der Stoßstange unterzubringen – und im Detail ist das denn oft dennoch hässlich. Du musst schon einen Käfer haben, damit die Stoßstange weit genug weg von der Karosserie ist und du nicht bohren musst.

Gerade beim Käfer sind die Dinger natürlich wirklich hilfreich….

Tatsächlich muss man auch ganz klar sagen: Das ganze funktioniert am Ende des Tages so gut und ist so handhabbar im Einbau, dass es schon wirklich einen Test wert ist, weil es am Ende des Tages eben tatsächlich schützt und im Verkehr tatsächlich irgendwie entspannt. Schade eigentlich, dass die Hersteller mobiler Navis hier nicht führend waren – dann hätte man nur ein Gerät.



2 Gedanken zu „Wie parkst Du denn?

  1. Naa. Parkhilfen braucht der gute Kraftfahrer definitionsgemäß nur bei fensterlosem Neuwagengelump, dessen Schießscharten weder die geschwollenen und aufgedunsenen Formen der eigenen Karosserie noch Beginn oder Ende des Parkplatznachbars erahnen lassen.
    Im Old- oder Youngtimer dagegen verhelfen klare Linien und große Fensterflächen zu müheloser Einparkmeisterschaft.
    Bei den wenigen klassischen Fahrzeugen mit unübersichtlichem Heck kann sich der Fahrer jedoch stets auf Erfahrung und räumliches Vorstellungsvermögen verlassen, kurz: HIRN, das wohl potenteste Fahrassistenzsystem.

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