60.000? 160.000…..? 260.000…….? 600.000…………?

Wer die leicht gestörte Einstellung kennt, die der E32 zu uns einnimmt, der weiß: Das ist nicht immer leicht – und manchmal wundert man sich, wie blöd manche Leute sind, dass sie scheinbar nicht mal einen Tacho ablesen können

Das ist die eine Ecke des Spektrums – auf der gegenüberliegenden Ecke finden wir die Art Erlebnisse, bei denen Du bei einem Rentnerauto mit 82.000 auf der Uhr den Zettel findest, der dir zum nächsten Ölwechsel bei 221.000 Kilometern rät… Manche Autos haben beeindruckend lange Ölwechselintervalle, nicht wahr….?

Möglich… oder auch nicht

Da wird unzweifelhaft viel Schindluder getrieben – und mit Fahrzeugen wie dem BMW E38, E39 und auch selbst Fahrzeugen wie dem W124 oder dem W202 sind die Digital-Tachos mittlerweile voll im Youngtimer-Alter angekommen – mit all ihren Pixelfehlern und eben der leichten „Justierbarkeit“.

Dabei kann professionelle Tachojustierung ja durchaus mehr, als deinen Leasing-Vertrag zu retten, nachdem Du mal wieder 30.000 Kilometer drüber liegst. Tatsächlich nämlich sind die klugen Unternehmen der Szene längst einen dicken Schritt weiter gelaufen – und zwar in die Gegenrichtung. Du hast das Gefühl, dass die Laufleistung deines potentiellen nächsten Youngtimers nicht stimmt? Warum denn nicht einfach mal einen fragen, der das wirklich sauber überprüfen kann….? Ja – und genau das können die Tachojustierer.

pixlig tacho

Hä – was….?

Und hier muss man tatsächlich sagen: Man mag ja an das Gute im Menschen glauben, mag seinen Instinkten trauen und reichlich Erfahrung in dem Bereich mitbringen. Dennoch haben mit großer Wahrscheinlichkeit über 30% der Gebrauchtwagen, die nach 2001 gebaut wurden, heute einen falschen Tachostand. Volkswirtschaftlicher Schaden: Besser nicht drüber nachdenken…

Und Tachoeinstellungen sind das eine. Wer sich mit den frühen Digital-Tachos im Detail beschäftigt, weiss auch, dass diese oftmals auch ohne Fremdverschulden signifikante Abweichungen (in beide Richtungen) aufweisen, was in der breiten Großserien-Maße und -Streuung erst ab 2004 wirklich besser geworden ist.

Von Pixelfehlern mal nicht zu sprechen. Auch die beheben übrigens die Tacho-Nerds – Probleme, die mein Opa nicht kannte…




5 Gedanken zu „60.000? 160.000…..? 260.000…….? 600.000…………?

  1. Vielen Dank für die Aufklärung, ich denke jeder von uns kennt die Pixelfehler, ich werde mal bei den Experten anfragen, ob de etwas machen können!

  2. Hi @ll,
    Zwei Sachen…
    1) … eine “Pixelfehler – Reparatur” ist in ca 1 Std erledigt, mit z.T. beachtlichen Ergebnissen.
    Der Clou ist es, das selber wieder kostengünstig hin zu bekommen.
    An dem W210 (Bj99 290TDT ca250TKm in grün) meines Nachbarn – der hatte es eigentlich schon hinter sich und war kurz vorm Schrottplatz, deshalb durfte ich mal probieren – war das ein gelungenes Experiment für unter 20,- € und ohne Daten zu manipulieren! Er ist und bleibt „Erstbesitzer“ mit Original-Laufleistung.
    Und siehe da: schon über 2 Jahre her, der Wagen läuft heute noch… vllt AUCH WEGEN DIESER Instandsetzung?!?
    Noch ist nicht aller Tage Abend für die künftigen Young-/Oldtimer mit Digi-Tachos im Originalzustand!
    Und mal ehrlich, wer ein “älteres Semester” bewegt, der kennt sich in der Regel doch ein bisschen mit Technik aus und fährt den Wagen ja gerade weil er EINIGES selber machen kann und will!

    2) Fakt ist, das die [Zitat:] “Tacho-Nerds“ einen Betrug nur begünstigen, denn der HALTER bzw Fahrer oder Auftraggeber sagt dem “Justierer” wohin die Reise geht, genau DAS ist strafbar nach unten oder nach oben, egal.

    Eine teurere Fachwerkstatt wird hier ein Nachweis oder zumindest eine Bescheinigung ausstellen, das der Tacho “justiert” wurde und auch warum.
    Aber wer möchte nicht lieber 1000,-€ mehr für sein Schätzchen bekommen, denn der inoffizielle günstige Weg über “dunkle, unseriöse Anzeigen” aus dem Web oder Zeitschriften ist das Problem. Da wird Schindluder hoch zehn begangen… und das geht IMMER zu Lasten der nächsten Besitzer und Käufer.
    Zu vermeiden ist das nur, wenn alle Daten einer jeden Reparatur oder Serviceleistung durch die Fachwerkstatt zentral erfasst- und abgelegt würden; und im Anschluß für jeden “Käufer” oder Versicherung zugängig wären, vllt gegen eine kleine Kostenaufwandsentschädigung, ähnlich wie die kostenpflichtige Auskunft in Flensburgs-Sünderkartei.
    Alle Reifenwechsel, Karosserieinstandsetzungen, Ölwechsel und sogar TüV müssten die km-Stände zentral ablegen bzw melden und auf Plausibilität prüfen. Bei Unstimmigkeiten sofort Alarm schlagen, bzw Auskunft erteilen oder erfragen, warum das so ist… aber…
    dem Datenschutz sei Dank, dürfen Daten wie : wann, mit wieviel km und was wurde gemacht, nur begrenzt in einer zentralen Datenbank gespeichert werden.
    Andere Möglichkeit: fälschungssichere Tacho- bzw Steuergeräte. Leider sind in der Autoindustrie hier Grenzen gesetzt, denn…
    jede “neue” Erfindung eines fälschungssicheren Tachos, ist im nächsten Atemzug auch schon nicht mehr sicher… ob Vorschaltgeräte, die NUR die Hälfte oder gar keine Strecken zählen, Softwareänderung der Laufleistung oder einfach nur Tausch von den Datenträgern in Steuergeräten… keine Chance.
    Ich kann mich noch an die Zeiten von “premiere”-TV erinnern, mit Ihren Decodern…. Kamen die neuen Schlüssel-Karten in Umlauf, war ein Tag später auch schon der “Schlüssel-Code” geknackt…. frei im INet herunter zu laden und innerhalb 5 min aktiviert!

    Fazit: Eine garantierte Laufleistung eines Kfz gibt es derzeit nur bei “Neukauf” ab Werk und danach gar nicht mehr! Nicht bei den teuersten Maybach oder dem aufwendigst restaurieren Ferrari GTO bis hin zum billigen Dacia….
    Wo der Wille ist zu besch… (sorry!) da wird´s auch gemacht!
    …und ein Tacho zu “manipulieren” war noch nie ein Kunststück, weder digital noch analog!

  3. Ich habe es eh nochnie verstanden, warum Leute bei den ganzen alten Kisten auf die Tachostände starren wie das Kaninchen auf die Schlange.
    Wer weiß denn schon, wer da mit der Karre was vor 2 oder 3 Jahrzehnten getrieben hat? Und wenn nur der Tacho ohne Drehzahlmesser gegen den mit getauscht wurde.
    An meiner 30 Jahre alten Kawasaki sind ungefähr noch Rahmen, Kabelbaum, bissl Plaste und der Tacho original. Dafür ist der Zylinderkopf fast neu. Der lag vorher 25 Jahre in nem Ersatzteillager und was der Motorblock gelaufen hat, weiß nichtmal Gott.
    Was hat die jetzt gelaufen? Ja das was da auf dem Zähler steht natürlich. 😉

    Davon ab…was ist jetzt so brisant an den frühen, digitalen Zählern?
    Man muß nicht gerade MacGyver heißen, um zu kapieren, wie man die Rädchen an den alten, mechanischen Zählern so hindreht, dass es passt. 😉

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