Deine Nachbarn kotzen vor Neid: Youngtimer-Tip Buick Park Avenue

Youngtimer Park Avenue rot

Wenn Du ihn zum ersten Mal siehst, glaubst Du ihm seine größe nicht – erst, wenn Du das Fenster herunterlässt und der Frühling hereinströmt

Okay – lassen wir mal die üblichen Vorurteile beiseite – der Buick ist ein US-Youngtimer mit allen Stärken und Schwächen – aber er ist primär mal eins: Eine wuchtige Luxus-Erscheinung mit jeder Menge Neid-Faktor – und das für den lächerlichen Preis von einem Satz Alu-Räder – und so neidisch waren deine Nachbarn noch nie!

Deine letzte Chance….

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Okay – du hast es nicht anders gewollt.

Park Avenue Youngtimer innen leder creme

Hand aufs Herz: Da wolltest Du heimlich immer schon mal sitzen – ach quatsch: Hof halten. Ein Innenraum, der Drogenkonsum überflüssig macht

In einen Buick Park Avenue oder Le Sabre setzt man sich nicht einfach mal rein – man nimmt Platz, fürstlich, gediegen, bequem. Luxus, no matter what.

Die Sitze sind in allem stattlich, das Leder von gehobenem Flair, auch nach 20 Jahren. Wählhebel auf P. Dann kann es ja losgehen, Motor an… <autsch!> …der lief ja schon. Sorry, wer konnte denn ahnen, Ich meine: dass dieses ferne Säuseln wirklich von so einem Haufen Zylinder….?</autsch!>

3800 Kubik, säuberlich verteilt auf 6 Zylinder. Als der Park Avenue 1990 erschien, galt das in den Staaten immer noch als eingeschränkt – unter Germanen befindet man sich hier in der Oberklasse – W126 380SE, davon reden wir hier!

Und General Motors aus dem Land unbegrenzter Möglichkeiten gab sich hier streng sozialistisch: Ein US-Youngtimer vom Schlag des Buick Park Evenue war mit exakt einer Maschine bei uns verfügbar: 3800 Kubik, 173PS. Nicht viel für den Hubraum….? Ja: Na und??

So, Nachbar – zur Seite mit deinem Golf, Du Spiesser….

Automatikwählhebel auf D und los geht’s – wer die Bedienung eines Park Avenue nicht versteht, kann gleich da vorne rechts abbiegen und eine Fahrschule aufsuchen. US-Youngtimer geben keine Rätsel auf – allenfalls, dass ein German not really knows, what Cruise Control exactly means.

Alles andere aber stellt sich wie von selbst ein. Und nach wenige Minuten hast Du ihn ganz von selbst gefunden – diesen sprichwörtlichem American Way of Drive. Das kann man heute nirgends mehr kaufen – der Park Avenue ist Best of Both Worlds: Akzeptable Größe außen, verschwenderisch innen und noch das Fahrverhalten, das wir noch aus den Strassen von San Francisco kenne: leicht nachfedernd – aber eben 1990 nicht mehr schwammig.

Einem echten Germanen schlägt das 2 Kilometer lang auf den Magen – und dann bist Du da: Im Relaxation Mode [Nein – den kann man nirgends einschalten, der stellt sich von selbst ein, der ist defaulted].

Fenster runter, Arm raus, die American Recordings, Johnny Cashs formidables Spätwerk, aus den Lautsprechern… Ärger, Du kannst mich mal.

2.000 Dollar… ÄH! Euro, 2000 Euro brauchst Du für den Einstieg ins gediegene Cruisen – and look around, man: The Engine is doing 150.000 Miles on two tyres…

IM Volksmund gerne als „Nuttenleder“ verspottet – aber Frau Nitribitt gerät zusehends in Vergessenheit….

Tatsächlich ist der Buick ein erstaunlich solide [vor allem für US-Verhältnisse] zusammengezimmertes Auto. Hier ist es nicht nur die Anspruchslose routinierte Großserientechnik, die den amerikanischen Youngtimer attraktiv macht. Neben diesen Faktoren lief der erste Park Avenue tatsächlich von einem separierten Band – Detroit war sicher, mit diesem Wagen einen Erfolg in der alten Welt landen zu können und verarbeitete ihn daher mit einer Liebe, die an manchen Stellen tatsächlich sehr europäisch anmutet. Das macht den Park Avenue zu einem echten Tip, denn soviel Auto und so viel Weg-Vom-Alltag kann man einfach nirgends kaufen – you must drive it to believe, seriously.

Und dann natürlich der anfangs erwähnte Faktor: N E I D.

Wenn Du dir das immer schon mal gönnen wolltest – so billig gibt es das nie wieder; verbunden mit so viel gediegenem Fahrspaß. 2000€…. Und dafür einen Wagen, der eine neugeborene S-Klasse immer noch überragt, obwohl man das auf den ersten Blick aufgrund der gelungenen Proportionen gar nicht so recht glauben mag…

Natürliche Jagdgründe… Im Bild das Schwestermodell

Zugegeben: 13 Liter braucht er schon – ein Glück, dass der Science-Fiction-Bordcomputer das standardmäßig nur in MPG anzeigt – wer kann das schon im Kopf umrechnen? Und zugegeben: 5,20m sind in Deutschen Parkhäusern keine Freude – aber weißt du was? Es ist dir egal. Sollen die anderen doch hupen, wenn Du hier und da mal zurücksetzen musst.

Die sind einfach nicht entspannt – Bei dem Preis selbst schuld…

Polo-Fahrer – was wissen die schon? Wenn Du willst, kannst Du bei mir im Kofferraum parken, Kleiner.

Der reine Neid. Das könntest Du Dir mal leisten ;->



2 Gedanken zu „Deine Nachbarn kotzen vor Neid: Youngtimer-Tip Buick Park Avenue

  1. Ich bin seit Mitte Dezmber 2015 im Besitz eines günstigen ParkAve (so lässig nennen wir coolen Ami-Jungs die Gurke…) mit Pickerl zum Preis eines Audi-Alufelgen-Radsatzes. 😉

    Das Ding ist wirklich maßlos komfortabel, überragend cool und absolut lässig. Dazu kommt die Gemütlichkeit beim Fahren. Die Grabenkämpfe deutscher Premiumpiloten tangieren dich im Ami, den jeder für einen Jaguar hält, einfach nicht einmal mehr.

    Aber der ParkAve hat auch seine Schattenseiten.

    Er kann begnadet rosten. Haben sie sich in Detroit wohl von den 70er-Jahre-Japanern abgeschaut.

    Und er wird im Alter (meiner ist von 1996) Opfer seiner Elektronik. Oder ist es nur eine Form von Selbsttest, dass er alle möglichen Warnlampen zwischendurch einfach mal durchprobiert, ob sie noch funktionieren. Dann fällt mal das ABS aus, die Traktionskontrolle regelt übermotiviert, wenns nichts zu regeln gibt und alle möglichen und unmöglichen Fehlermeldungen aus Motor & Getriebe sorgen für volle Weihnachtsbeleuchtung im Armaturenbrett.

    Der ParkAve ist entspannend. Das muss er aber auch sein! Um die Anspannung ob der spinnenden Elektronik etwas auszugleichen…

    Lukas

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