Im Rückblick: Die Akte Mannesmann!

Puuuhhh… die Akte Mannesmann ist geschlossen – und beinahe fragen wir uns, ob wir glücklich oder traurig darüber sind.
Witzig ist für uns ohne Zweifel mal wieder die Tatsache, was einen in so einer Phase für Mails erreichen „Wieso habe ich das noch nie gehört – ich habe 15 Jahre bei Mannesmann gearbeitet!“ „Die Geschichte kaufe ich Euch nicht ab“ „Ich finde nirgends Bilder von diesen Autos und der eine sieht aus wie ein BMW!“mannesmann_automotive_logo
Also: noch einmal ganz deutlich – es handelt sich hier um eine Fiktion. Eine, die bei uns eine lange lange Geschichte hat. Entstanden ist die Idee bereits 1997 in einer Kneipe in Marburg – dem Delirium. Die Idee kam von mir und Hagen Hund hat sie sofort aufgegriffen und weitergesponnen. Eine dieser motomanen Spinnereien darüber, was alles hätte passieren können, wenn mal die Realität an dieser und jener Stelle abgebogen wäre.
„Das wäre nie gegangen“ „Doch, man hätte aber der Marke etwas besonderes geben müssen“ „Was denn?“ „Weiß nicht – irgendeinen Stammtisch-Kram wie einen 10 Zylinder Boxer oder so….“
Wir haben die Idee dann immer mal wieder bei unseren Weihnachts- und Ostertreffen diskutiert und überlegt, was man draus machen könnte. b270f95018

Und als Theorie oder Denkansatz war sie einfach zu langweilig. 2010 – wieder in einer Kneipe (dem Wirtshaus an der Au in München), kam Stelle Zuffenrichter die Idee, das ganze einfach so zu erzählen, als sei es genau so passiert. Ursprünglich sollte Arvo Jakobsen, der zu dieser Zeit noch keinen Namen hatte, die Geschichte erzählen. Witziger Weise haben wir etwa 3 Wochen später in sehr ähnlicher Besetzung den Youngtimer-Blog gestartet.
Aber erst im Sommer 2013 waren wir mit der Geschichte so weit. Hagen und ich haben dann sehr lange rumgesponnen und überlegt, wie wir sie schreiben und ich habe im Urlaub ein erstes Script entwickelt, das bereits die wesentlichen Züge der Geschichte enthielt. Die wuchs und wuchs und hatte einfach viel zu viele Wörter für einen einzigen Post. Sogar zu viele für 3 Posts… Witziger Weise kamen nach dem Publizieren des ersten Teils dann noch ganz viele Ideen dazu – auch durch Feedback unserer Leser – zumindest der Leser, die das ganze von Beginn an als Fiktion erkannt haben. Die Prototypen haben wir zum Teil erheblich frisieren müssen, aber soviel Spaß muss sein, um ihnen den typischen Charme des Mannesmann 1050-10 verleihen zu können.
Vom-Hinkelstein-ins-Delirium_ArtikelQuerDer erste Post ist mit blauer Schrift gestaltet – eine eigenartige Idee, die wir damals aber irgendwie gut fanden, um zu zeigen, dass an diesem Post irgend etwas anders ist – ist auch schon wieder über ein Jahr her – schien uns aber damals eine gute Idee nach langem geskype morgens um 1.
Die Geschichte hat dann irgendwann, nachdem Hagen ausreichend lange nicht mehr unter uns weilte, wieder Formen angenommen und wir haben uns durchgefädelt und sie zu ende gebracht – mit über 7000 Worten am Ende; whow. Cool dabei: die Geschichte ist an ein paar wirklich unmöglichen Stellen auf Twitter und sonstwo aufgetaucht und hat mit jeder Folge mehr Leser bekommen, was irgendwie dafür spricht, dass sie einen Charme hat, der hier irgendwie gut her zu passen scheint. Danke dafür.
Wir sind übrigens tatsächlich zutiefst davon überzeugt, dass eine solche Geschichte möglich gewesen wäre. Audi hat eine riesige Marketing-Geschichte hingelegt – während Ford und Opel Planlosigkeit demonstriert haben und einfach so weitergemacht haben wie immer als würden die 70er Jahre nie zu ende gehen – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, aber danach fragt die Geschichte ja später nie.
Schloß Schadau gibt es übrigens wirklich, das ist keine Erfindung – und es ist einen Besuch wert. Eine sehr exklusive Brunch Location für den gehobenen Eidgenossen direkt am See mit einem traumhaften Blick auf die Berge. Ein Gedicht, wirklich.

Und: dort hat es tatsächlich mal ein historisches Treffen der Autombilgeschichte gegeben – aber das ist eine ganz andere und auch wahre Geschichte… 😉

Magnus Haensler &
Stella Zuffenrichter

 

Alle Teile der Mannesmann-Akte:

Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5




14 Gedanken zu „Im Rückblick: Die Akte Mannesmann!

  1. Als ihr das mal erwähnt hattet mit dem Mannesmann-Wagen da habe ich auch erst gedacht da sei was wahres dran. Wer weiss, vielleicht sitzen ja schon irgendwelche Konzerne daran Autos zu bauen und den Markt aufzumischen und lassen das ganze von Experten durchrechnen wie das gehen könnte.

  2. Auch Jahre nach der Erstveröffentlichung habe ich die Geschichte mit Spannung und Neugier gelesen. Super-Scoop!!!
    Nur das Auffinden des jeweils nächsten Teils war manchmal mühsam. Vielleicht solltet ihr nochmal am Ende die Links richtig setzten (inkl. dem Abschlusstext hier).

    Macht weiter so und Danke!

    1. …der Gedanke kam uns auch – wir fassen alle Serien dieser Tage unter einem eigenen Reiter zusammen – da hat sich ganz schön was angesammelt! 🙂

  3. Einfach genial! Habe bis Mitte des 4. Teils wirklich daran geglaubt (ohne Zuhilfenahme von Google) – nur der Mannesmann – Bezug (und Name) war für mich irgendwie „störend“.

    Fazit: Tolle Idee!

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