Du bist in die EU-Kommission berufen: Entscheide über das Einheitsauto für die kommenden 20 Jahre!

EU_Logo_linksWir schreiben das Jahr 1995. Die EU hat es satt: Die Automobilindustrie ist eine Schlüsselindustrie der Länder – und eine, die mittlerweile selbst von Korea und Malysia unterwandert wird! Schluß ist – Europa koppelt sich ab und lässt nur noch heimische Fahrzeuge zu.

In einem Akt der Vergreisung beschließen Kohl und Mitterrand, kurz bevor dieser sein Amt verlassen muss, mit dem Eu-Referendum 18-22/r, dass die EU ein Einheitsauto bekommt. Die immensen Entwicklungskosten, die die Autohersteller scheinbar nur haben, um sich gegen die Wettbewerber zu rüsten, fressen die Gewinne der gesamten Industrie auf – Effizienz entsteht durch Gleichheit und industrielle Wiederholung.francois-mitterrand-helmut-kohl

Dass ausgerechnet Du in die Kommission gewählt wurdest, die das neue Europäische Einheitsauto beschließen soll, ist Außenstehenden ein Rätsel, für Dich jedoch nicht wirklich verwunderlich. Du kennst Dich mit Autos aus, weisst, welche was taugen und hast hinreichend Erfahrung – und warum soll nicht auch mal ein Normalbürger eine weitreichende Entscheidung vorbereiten? Schließlich wird dieses Auto bis 2015 das einzige Auto sein, dass eben dieser Normalbürger in der EU kaufen können wird!

Auto-katalog-1995Das Lastenheft, das Eurer Kommission vorliegt, hat fette 116 Seiten, gebunden wie eine Doktorarbeit und darin stehen die wichtigsten Bedingungen, die der Wagen für die EU für die kommenden 20 Jahre bis 2015 erfüllen muss.

Eine kurze Management Summary erklärt Dir die wichtigsten Eckwerte, die in jedem Falle gewährleistet sein müssen:

  • Das EU-Einheitsauto 95/15 muss groß genug sein, um eine europäische Familie befördern zu können. 5 Sitze sind daher eine unumgängliche Vorgabe
  • Der Wagen soll zuverlässig sein, die Herstellungskosten überschaubar und die Wartbarkeit des Wagens soll sicherstellen, dass auch EU-Mitgliedsstaaten mit einer geringeren technologischen Entwicklung den Wagen warten können.
  • Der Wagen soll einer EU-Durchschnitts-Familie ausreichend Gepäckraum zur Verfügung stellen
  • Gleichzeitig soll sichergestellt sein, dass der Wagen keine zu ausladenden Außenmaße hat, um auch in engeren Innenstädten manövrierfähig zu bleiben und speziell in den Mitgliedsstaaten Italien und Spanien nicht zu Problemen in Parkhäusern zu führen, die noch nicht der EU-Norm R22/-1989 entsprechen
  • Der Wagen muss aufgrund seiner prognostizierten Nachfrage und seiner spezifischen Eigenschaften nicht aus einer aktuellen Produktion stammen. Sofern ein nicht mehr in Produktion befindliches Modell die Kriterien erfüllen sollte und sich beispielsweise in der Produktion als einfacher oder preiswerter darstellen sollte, werden auch solche Fahrzeuge berücksichtigt
  • Der Wagen muss aus europäischer Produktion stammen und in Europa entwickelt worden sein

Hm… das ist eine Menge. Nun sitzt Du da in Deiner Kommission und brütest – auf welches Fahrzeug wird Deine Empfehlung fallen? Bedenke: Im Anschluss werden  alle beteiligten über Deinen Vorschlag abstimmen müssen.

Was ist Dein Vorschlag? Du hast bis zum 10.01. Zeit, dann wird EU-Weit abgestimmt. (Poll closed)



5 Gedanken zu „Du bist in die EU-Kommission berufen: Entscheide über das Einheitsauto für die kommenden 20 Jahre!

  1. Das Problem lässt sich nicht mit einem Modell beheben, dazu sind die Bedürfnisse der Bevölkerung viel zu unterschiedlich. Jede Größe und Zwischengröße muss einmal abgedeckt sein.

    Hier mal meine Favoriten mit Begründung.

    -Smart ( ganz klein für die Stadt, sonst keine Vorteile)

    – Toyota Aygo 1. Generation
    hat bei unzähligen Pizzadiensten seine Robustheit bewiesen. Die Wasserpumpe wurde verbessert, die Abdichtung gegen Wasser lässt sich kostengünstig verbessern und wenn man die Kabel besser verlegt sind auch Elektrikprobleme ausgeräumt. Versicherung, Steuern und Ersatz- sowie Verschleißteile enorm günstig und einfach zu tauschen. Steuerkettenmotor der bei Toyota durch und durch erprobt ist. Alternativ: Fiat Panda mehr Platz auf gleicher Verkehrsfläche, aber weniger ausgereift. Dafür sind die 1.1 und 1.2 Motoren Freiläufer und gerade der 1.1er gilt als unzerstörbar wenn er nur rudimentär Wartung erfährt. Leider keine Hydrostößel, aber das lässt sich beheben. Zahnriemen leider alle 5 Jahre fällig, aber einen passenden Motor kann man sich ja irgendwo bei einem Anderen Hersteller schnorren.

    Kleinwagen:

    Ganz klar der Fiesta aus der 7. Generation, sehr haltbar, echt komfortable. Aber die Motoren müssen gekürzt werden. Der 1.0 bekommt Steuerkette und Hydrostößel ubd als Budgetversion dem 1.25 . Eine Kombiversion dazu und die Mittelarmlehne länger und der Familienwagen Südeuropas ist geboren. Einen Diesel braucht es in einem Kleinwagen eigentlich nicht wirklich.

    Zwischending:
    Dacia Sandero, günstig Robust nicht klein nicht groß

    Kompaktklasse:

    Da fällt mir die Entscheidung schwer. Beim i30 mal unter die Haube schauen, vorallem der 1.4 MPi.Der Innenraum gefällt mir aber nicht. Wenn dann, den Innenraum des N mit weicheren Materialien. Da das Auto aber europäisch sein soll, dann den Ford Focus, aber mit der Wartbarkeit und dem Platz unter der Haube des i30. Basis Motor 1.25 und sonst 1.6, 1.8 und 2.0 Duratec He und für die, die Leistung wollen den 2.5T. Die Motoren haben bis auf den 2.5, alle Steuerkette und sind ausgereift und gelten als Problemfrei Als Diesel die 2.0 TDCi des Mondeo bis 2007. Duplexkette, alle Teile sehr gut zugänglich, Dauerläufer, wenig Verbrauch und keine Probleme. Für mehr Power den 2.2TDCi weiterentwickelt mit 185PS wie in aktuellen Ranger

    Mittelklasse

    Ford Mondeo 3, hier und da eine Verbesserung und etwas Entwicklung nach oben und eine Verzinkung. Die Motoren sind ausgereift, die Technik auch. Die Drallklappen bei den Benzinmotoren wurden überarbeitet und machen keine Probleme mehr und alle Motoren bekommen 6 Gang um auch auf der Bahn sparsam zu sein. Das Modell muss leider einen Spagat schaffen um die schönen Titanium X Modelle des Nachfolgers mit Alcantara abzudecken genauso wie die Mittelklasse und Einkommensschwache Familien. Basismodell wird ein 1.6er mit 100PS und Zahnriemen, alle Anderen haben Kette. Die bewährten Duratec He kommen zum Einsatz. Als Diesel die bekannten Puma TDCi mit Duplexkette. Das AGR ist gut zugänglich genauso wie Injektoren, Glühkerzen, Dieselfilter und Hochdruckpumpe. Zusätzlich gibt es wie beim TDDI eine Vorförderpumpe im Tank, um nicht mehr entlüften zu müssen und Hochdruckpumpenschäden durch schlampige Arbeit zu vermeiden. Basismodell wird der genannte 1.6er mit 100PS und manueller Klima und elektrische Fensterheber, Radio und ZV.
    Absolutes Basis Sparmodell wird ein 1.25 mit 82 PS ohne alles. Es gibt eine Radiovorrüstung und Klima gibt es für 850€ als einzige Option. Lahm und spaßbefreit, aber günstig.

    Nach oben hin rundet ein Modell mit dem Kofferraum des Vectra C und der Beinfreiheit des Signum ab, den es auch als Limo gibt und nach unten hin gibt es ein Modell wie den Bajaj Qute, den man ab 16 mit A1 Führerschein fahren darf, aber genauso mit Autoführerschein. Lediglich eine Heizung gibt es noch dazu.

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