Neue Saison, neu versichern?

Um diese Jahreszeit erreichen uns immer mal wieder Mails von Leuten, die nach dem richtigen neuen Versicherer fragen und welcher nun für unsere Autos eigentlich „die richtige“ Versicherung ist.

Der Opel Omega A - kein Vertreter der Premium-Klasse - - dafür aber eben ein großes Auto mit viel Platz, das sich auch normale Leute leisten konnten

Gerade die Fahrzeuge, die alterlich im Grenzbereich liegen, sind bei Versicherungen oftmals schwer zu platzieren

Leider müssen wir immer mehr sagen, dass es „die richtige“ Versicherung für Youngtimer eigentlich nicht mehr gibt – KFZ Versicherungsvergleiche ermöglichen enormes Sparpotential, wie das bei ganz normalen Fahrzeugen auch so ist. Wir empfehlen dieses Jahr für die neue Saison mal jedenfalls nicht die üblichen großen Vergleichsportale, soviel ist klar. Kleine Anbieter wie TopTarif sind mittlerweile viel eher daran interessiert, den größtmöglichen Marktüberblick zu geben und nicht nur noch mehr Millionen in dieser Szene zur Seite zu legen.

Und dort kann man mittlerweile auch die meisten Fahrzeuge normal eingeben, nicht mehr so wie früher, auch den einen anderen Oldtimer. Für die gibt es ja sogar noch nennenswerte Versicherungsprodukte, während sich leider in den letzten Jahren zig Anbieter aus den wenigen relevanten Youngtimer-Segmenten zurückgezogen haben.

Wir haben uns in den letzten Tagen daher mal den Spaß gemacht und ein paar Produktmanager bei großen Deutschen Versicherungen gesprochen und mal gefragt, warum  das eigentlich so ist. Eine saubere Antwort bekommt man da jedoch nicht. 2 Produktmanager, die nicht gerne genannt werden wollen, sagen uns sogar, dass die Schadenquoten der Youngtimer Versicherungen ausnehmend gut waren – wir mögen unsere Autos eben und behandeln sie auch so.

Mit einem gescheiten Strichachter hast Du es heute schon leichter - Olldtimer-Versicherungen sind ein Geschäft mit anderen Regeln

Mit einem gescheiten Strichachter hast Du es heute schon leichter – Olldtimer-Versicherungen sind ein Geschäft mit anderen Regeln – dass die alles andere als klar oder einfach sind, ist germanischer Standard

Ein Problem scheint zu sein, dass niemand bei den großen Versicherungen die Daten der alten Autos pflegen möchte, da die nicht mehr im Standard-Datensatz wie etwa von Schwacke vorhanden sind, die die Fahrzeuge nur 12 bis 14 Jahre lang listen.

Kann es das wirklich sein, dass wir nur deshalb keine vernünftigen Versicherungen mehr bekommen, weil niemand Lust hat, eine Excel Datei für uns aufzubohren? Was für ein Trauerspiel.

Und irgendwie sieht man diese Szene im Kopf vor sich, wie ein sauber gekleideter Berater zu einem Vorstand sagt: „Sie könnten Millionen einsparen, wenn Sie nicht mehr diese Youngtimer….“




2 Gedanken zu „Neue Saison, neu versichern?

  1. Also wenn ich es in einer Versicherung zu sagen hätte, würde ich mich auch gegen eine Youngtimer Versicherung aussprechen. Schade für die, die ihre alten Autos hegen und pflegen und auch dementsprechend im Straßenverkehr bewegen.
    Aber wenn ich mich so im Straßenverkehr umschauen, sieht man viele runtergerockte, gerade mal für’n Tüv reparierte alte VW Kisten ala Golf 3, Passat 35i, Polo.
    Gerade diese runtergerockten alten Buden werden von Typen gefahren die es nicht so ernst nehmen und mit ihrer Schadenshäufigkeit die Versicherungen in die Höhe treiben.

    1. Hm… das ist ein wenig die Frage der Definition. Die Versicherer haben hier ja lange versucht, dieses Problem mit Kriterien einzudämmen wie „hat noch ein Alltagsauto“ oder „fährt nur Y.ZZZ KM im Jahr. In dem Bereich gab es jede Menge komplizierter Regeln und nur ganz sporadisch gute Regeln. Ist ein Thema, was wir definitiv weiter verfolgen werden

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