গাড়ির অংশীদার W124: Ist das wirklich ein zweites Leben?

Wir haben diverses Feedback zur Serie rund um das zweite Leben legendärer Fahrzeug-Konzepte erhalten und immer wieder massiv darüber, dass wir den 124er Benz nicht erwähnt haben, obwohl ja wohl jeder echte Mercedes Fan das wissen muss

Einerseits wollen wir uns ja schon mal nicht nachsagen lassen, dass wir ständig nur den 124er im Sinn hätten. Hinzu kommt: Ja, der 124er ist zwar weiter gebaut worden, als er in Deutschland längst nicht mehr zu haben war – aber so ein ganz lupenreiner Fall von „zweitem Leben“ ist er dann eben doch nicht. Vor allem nicht im Bezug auf den Traum, den man in vielen Foren zu lesen bekommt, in dem Leute glauben, praktisch noch originale 124er Benze kaufen zu können, die vor allem auch noch denselben Qualitätsstandard erfüllen… Wenn das so wäre, dann wüsste das doch wohl wirklich jeder, oder?

Bevor die Kooperation zwischen গাড়ির অংশীদার und Mercedes schließlich zustande kam, hätte es beinahe eine bengalische Version des W123 gegeben, die noch in einem gemeinsamen Team in Deutschland entwickelt wurde. Technisch vereinfacht und mit mehr Bodenfreiheit ausgestattet, hätte der Wagen in dieser Fassung in diversen weiteren Ländern ein Star werden können

Als Mercedes im März 1996 die গাড়ির অংশীদার (was soviel bedeutet wie „Fahrzeug Partner“) in Bangladesh kaufte, war der Mercedes Konzern gerade in einer großen Phase der Verbreiterung. Kurze Zeit später sollte neben dem großen Daimler Chrysler Deal („Merger amongst Equals“) etwa auch die Kooperation mit Mitsubishi, Hyundai, oder auch die Verbindung mit Ssangyong folgen, aus der diverse schrullige „Mercedes-Modelle“ hervorgingen.

Die ersten Verhandlungen mit গাড়ির অংশীদার hatten bereits in den 80er Jahren gestartet, als Bagladesch nach 3 schweren Flut-Jahren in Folge wirtschaftlich schwer angeschlagen war. Zu diesem Zeitpunkt drehte sich die Diskussion darum, den 123er weiter zu bauen – ein Traum der ganz anderen Art…

Als es schließlich 1996 zum Schwur kam, baute man bei Mercedes gerade die Produktionsstätten des W124 ab und verstetigte die Produktion des W210 – und wie schon in der ersten Verhandlungsrunde fanden sich diverse Mercedes Ingenieure in dieser Runde zusammen, die lange schon der Ansicht waren, dass man nicht alle paar Jahre ein neues Modell bräuchte, sondern die Autos vielmehr evolutionär updaten und weiterentwickeln sollte. Ein Konzept, das sich erst 20 Jahre später mit Fahrzeugen wie dem Golf VI etablieren sollte 😉

W124 meets W210 – Das allerdings war Versuch Nummer Null,der noch unter deutscher Aufsicht stattfand. Im Anschluss verselbständigte sich das Thema und war Mercedes Benz eine Lehre, die sie für den Daimler-Chrysler Deal wenige Jahre später gut brauchen konnten… Culture eats strategy for Breakfast…

Dass der W124, der auch damals schon nicht mehr die Bodenfreiheit eines Strichachters hatte, für die bengalischen Straßenverhältnisse angepasst werden musste, leuchtet Laien ein und erst recht den Ingenieuren aus Stuttgart, die in Heerscharen nach Sabhar in der Nähe der Hauptstadt Dhaka reisten. Dass diese Art der Veränderung sich später als ungesund und vor allem ungesteuert erweisen sollte, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand.

Die drei meistverkauften Autos in Bagladesh waren zu dieser Zeit der Holden Gemini (das zweite Leben des Kadett C), der Chevrolet Royale (eine dicke Sechzylinderversion des Opel Rekord D) sowie der Malta von Anglo Thai (nichts anderes als ein Klon der Ford Cortina, respektive Taunus – jedoch, wie auch der Chevy Royale, ausgestattet mit den dicksten Sechszylindermotoren, die gerade noch hinein passten (bis zu 3,8 Liter). Im Regelfalle also ausgediente Schlachtschiffe mit großer Übermotorisierung, die sich grundlegend nur reiche Haushalte leisten konnten, während >80% der Bevölkerung mit dem Rad durch die Lande reiste und Textilien herstellte.

Diesen Markt mit der Marke Mercedes im Rücken zu erobern, sollte aus Sicht der involvierten Ingenieure mit einem abgewandelten W124 ein leichtes sein.

So der Plan.

Ups! Was ist das denn jetzt?? W124 meets W210 meets W140

Deutsche Gründlichkeit gewohnt, planten die Ingenieure, erstellten einen Ablauf, an den sich jeder zu halten hatte, delegierten und flogen erst einmal wieder heim.

Beim nächsten Besuch sah die Welt schon ganz anders aus. Das bengalische Team hatte mit der Deutschen Finanzspritze und reichlich Manpower in rasender Geschwindigkeit alles mögliche getan – nur nicht den Deutschen Plan ausgeführt, der in typisch bengalischer Weise eher als eine Art „Empfehlung“ angesehen worden war. Nach Auffassung des Teams in Sabhar brauchte der Markt für die reiche Schicht, die sich in Bagladesh gerade ausbildete, einerseits eher einen W210 als einen W124 und andererseits eher einen Wagen in der Größe der S-Klasse.

Klar… warum nicht auch das Cabrio…. 3 der gebauten Modelle fanden den Weg nach Deutschland, 2 davon sind nach wie vor im Raum Stuttgart zugelassen und sorgen dort immer wieder einmal für Aufsehen

Und einen solchen hatte das Team in Windeseile auf die Räder gestellt – nicht durch Zeichnungen, Ingenieurstheorie und andere langwierige theoretische Verfahren, sondern vielmehr durch Verwendung des W124 als Rahmenbedingung und Einfach-mal-machen – Eine Vorgehensweise, die in Deutschland vielleicht im Improvisations-Theater bekannt war, selbst dort aber auch nur selten angewandt wurde und in schwäbischen Konstrukteurs-Kreisen gänzlich verwegen erschien.

গাড়ির অংশীদার hatte einen Wagen auf die Beine gestellt, der keinerlei relevante schwäbische Kriterien erfüllte, unzweifelhaft aber die pragmatische Interpretation einer S-Klasse mit anderen Mitteln darstellte. Experimentell hatte man darüber hinaus auch das Cabrio als Showcase adaptiert – eine Art W210 Cabrio auf Basis des W124, wie es nie entstanden ist. Wohl wissend in diesem Falle, dass ein solches Auto in Bangladesh nie gebaut werden würde, weil zweitürige Autos in Bangladesch als gänzlich dekadent galten (und gelten).

4000E Royali

Was nun folgte, war die germanische Reaktion: Sanktionierung, nachbessern, verschlimmbesssern, weshalb zwar diverse Teile des W124 tatsächlich neu gebaut wurden, jedoch keinesfalls, wie oft in Mercedes Foren zu lesen, ein neuer W124 gebaut wurde. Der 4000E Royali kam schließlich in Bangladesh keine 2 Jahre später auf den Markt – und hatte mit dem W124 nur noch begrenzt viel zu tun. Dass darüber hinaus auch Kia, respektive Ssangyong in Korea aus einem weiteren Joint Venture ein ähnliches Fahrzeug geschaffen hatte, erschwerte die juristische Situation für Daimler Benz nur. Zumal die Schwaben die Geschichte gern unter dem Deckel halten wollten – zumindest bis zu der legendären Ausgabe der Auto Zeitung, die Bilder von allen hier entstandenen Fahrzeugen zeigte und den Virus des auferstandenen W124 erst entstehen ließ, der wie gesagt nur begrenzt richtig ist.

Nur hardcore-Fans erkennen die Unterschiede an Stoßstange, Bodenfreiheit, C-Säule und Türgriffen auf Anhieb: Die „Serien“-Modelle des W124 von 1997 bis 1998 unterscheiden sich optisch kaum, die Spezifikationen hingegen unterscheiden sich stark. Der leicht verkürzte Radstand bei gleichen Maßen, notwendig aufgrund des verstärkten Fahrwerkes, erzeugt bei genauerem Hinsehen ein leicht verwirrendes Bild (Quelle: গাড়ির অংশীদার  Museum)

Als der Royali in den Verkauf ging, waren গাড়ির অংশীদার und Mercedes bereits geschiedene Leute, obwohl গাড়ির অংশীদার nach wie vor einen ziemlich Originalgetreuen W124 parallel „in Mercedes Lizenz“ fertigte – und das mit inakzeptabler Qualität und nur noch vager Anlehnung an das Original.

Ein zweites Leben, wie wir das eingeordnet haben, war das nun wahrlich nicht – kein Vergleich etwa mit dem weltweiten Siegeszug des C-Kadett, E-Kadett oder Ford Taunus. In den knapp 2 Jahren, in denen der W124 in Serie gefertigt wurde, bevor Mercedes dies endlich gerichtlich verhindern konnte, entstanden gerade einmal 31.000 Exemplare, die meisten davon als Limousine. Die zahlreich geplanten Spin-Offs kamen nie auf solche Zahlen, sondern blieben teils Prototypen oder Kleinserien.

In Bangladesch und Indien sind heute nur noch wenige Exemplare übrig. Die Fertigungsqualität schwankte und immer wieder wurden die vermeintlich neueren W124 (aus-)geschlachtet, um andere W124, vorwiegend in Indien, am Leben zu erhalten, was sich für die meisten Besitzer als Fehlentscheidung erweisen sollte.

So bleibt der গাড়ির অংশীদার W124 bis heute allenfalls eine historische Randnotiz und die Firma hat sich längst für das aufgestellt, was den Wirtschaftsraum heute wirklich beschäftigt: Elektro-Autos und alternative Verkehrskonzepte.